Genotec eG - Erfolgsgeschichten
Die Genotec hat uns gerettet
Familie Gökce: Späte Einigung mit der Sparkasse
Am 9. März 2009 schauten der VorstandsVorsitzende der Genotec eG, Manfred Carle, und Richard Schaurich, Vertriebsleiter Genotrade eK München, in besonders glückliche Augen. Beim Notartermin in Stuttgart hatte für das türkische Ehepaar Mesut und Zehra Gökce mit der Unterschrift unter den GenotecOptionskaufVertrag ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Der Leidensweg und der Kampf mit einer Bank, der bedrohliche Umgang mit Gerichtsvollzieher und Rechtspfleger des Amtsgerichts hatten endlich ein Ende gefunden.
Seit 21 Jahren arbeitet Mesut Gökce als gut bezahlter Elektroniker beim Automobilhersteller Ford in Köln.
Ehefrau Zehra trägt mit ihrem Einkommen als Leiterin einer Imbissstube ebenfalls zum Lebensunterhalt
der Familie bei, zu der die beiden Söhne Mert (4 Jahre alt) und Metin (2) gehören. Der Wunsch nach
einem schmucken Haus in Hürth schien problemlos realisierbar. „Die Baufirma hatte die Erstellung
des Rohbaus in zwölf Wochen zugesagt“, blickt der Familienvater zurück. Nach dieser Zeit stand
lediglich die erste Etage. Das Unternehmen war in finanzieller Bedrängnis und konnte die Arbeiten
nicht weiter ausführen. Als das Ehepaar Gökce eine neue Firma beauftragte, stellte sich heraus,
dass das Haus größer als geplant erstellt worden war. Ein behördlich angeordneter Baustopp war
die Folge. Aus den neuen Vermessungen ergaben sich Mehrkosten von rund 100.000 Euro. Trotzdem
konnte Ende 2004 Einzug ins neue Eigenheim gefeiert werden.
Der vernichtende Schufaeintrag
Als Mesut Gökce eine Überziehung des Dispokredits beantragte und sich die Rückzahlung leicht verzögerte,
kündigte die Sparkasse Köln-Bonn im Februar 2005 das Girokonto. Das bereitete dem Bauherrn zunächst kein Kopfzerbrechen.
„Ich fiel aus allen Wolken, als ich drei Monate später mitgeteilt bekam, dass auch die Baufinanzierung gekündigt wurde“,
erinnert sich der 41-Jährige. „Ich bekam einen Brief, ich sollte innerhalb von drei Wochen 270.000 Euro zurückzahlen.
Außerdem meldete die Sparkasse die Kündigung an die Schufa.“
So gebrandmarkt bekam das Ehepaar Gökce bei keiner anderen Bank einen Kredit. Es kam zur Zwangsversteigerung der
Immobilie. Die Sparkasse Köln-Bonn selbst kaufte das Haus, dessen Verkehrswert auf 446.000 Euro taxiert worden war,
zum Preis der Forderungshöhe und bot es dem Ehepaar zum Rückkauf an. „Sie haben mir ein Rückkaufsrecht von drei
Monaten eingeräumt. Ich glaube, weil sie wussten, dass sie nicht ganz korrekt gehandelt und Angst vor der
Öffentlichkeit hatten“, mutmaßt Mesut Gökce. Eine Finanzierung kam auch durch professionelle Vermittler nicht
zustande. Für 12.000 Euro, die bei Fristenhaltung mit dem Kaufpreis verrechnet werden sollten, verlängerte die
Sparkasse das Rückkaufsrecht um weitere drei Monate. Da die Frist nicht eingehalten wurde, wurde der Betrag als
mietähnlicher Ausgleich für zehn Monate einbehalten.
Dem erfolgreichen Kölner Versicherungsmakler Robert Schuhmann verdankt das Ehepaar, dass es das GenoKonzept – und damit
die Rettung aus der ausweglos erscheinenden Situation – kennen lernte. Er hatte auf der DKM, der Fachmesse für
Finanz- und Versicherungswirtschaft in Dortmund, Richard Schaurich am Stand der Genotec eG getroffen.
Schuhmann nahm Kontakt zu Schaurich auf, der auch als 1. Vorsitzender des Bundes der Selbständigen im Bezirksverband
München fungiert und im Aufsichtsrat der Genotec eG sitzt. Eine beispiellose Rettungsaktion begann.
Keine Zusage der Sparkasse
Eine Woche vor der für 15. Oktober 2008 angesetzten Zwangsräumung redeten die Sparkasse und die Genotec eG
über einen möglichen Kaufvertrag. Die Sparkasse akzeptierte die Konditionen wegen des frühestens
in zwölf Monaten fälligen Kaufpreises nicht und es zeichnete sich zunächst keine Lösung ab. „Aber es waren
Ansätze einer konstruktiven Zusammenarbeit erkennbar“, erklärt Richard Schaurich. Seine Idee war es,
Genossenschaftsmitglieder zu finden, die ihre bereits zuteilungsreifen Verträge an Mesut Gökce abtreten.
„Daraufhin hat sich Herr Gökce Geld von Verwandten in der Türkei besorgt und am 13.
Oktober die GenoEinlage bezahlt.“
Familie Gökce sollte dennoch erst einmal ausziehen. „Ich bin sicher, jemand von der Sparkasse wollte das Haus
günstig kaufen“, erklärt Mesut Gökce ärgerlich. Am Tag vor der Zwangsräumung hatte er mit dem Gerichtsvollzieher
und dem Rechtspfleger des Amtsgerichts erneut um einen Aufschub gerungen. „Wenn es eine Möglichkeit zur Rettung gibt,
kann der Rechtspfleger die Zwangsräumung aussetzen“, erläutert Richard Schaurich. In einem zweistündigen Telefonat
gelang es ihm, dies zu erreichen.
Den Kampf gewonnen
Genossenschaftsmitglieder aus seinem Kundenkreis gefunden, die zur Abtretung ihrer Zuteilungssumme bereit waren.
Die Genotec Wohnbaugenossenschaft eG erwarb das Haus für 290.000 Euro, zuzüglich Nebenkosten, mit Zahlungsziel 2.
Januar 2009. Zwei Monate später wurde der OptionskaufVertrag geschlossen.
„Genotec hat unser Leben gerettet. Wenn es das GenoKonzept nicht gäbe, hätten wir unser Haus nicht mehr“,
lautet das glückliche Resümee von Mesut Gökce. Und Richard Schaurich fügt hinzu: „Hier wären viel Eigenleistung
und Herzblut mit verloren gewesen, wenn die Familie Gökce das Haus verloren hätte. Wir bekommen viele Anfragen von
Menschen in Notsituationen. Leider können wir nicht allen helfen. Doch dieses Beispiel zeigt, dass in der
GenoUnternehmensGruppe menschliche Werte und der
Gemeinschaftsgedanke eine immens große Rolle spielen.“
Trotz des aufwendigen Verfahrens bedankt sich die Genotec eG bei der Sparkasse Köln-Bonn, dass sie dieser
Lösung letztendlich zugestimmt hat.































